09.02.2018

#branchennews: Koalitionsvertrag - Regelungen zur Arbeitnehmerüberlassung bleiben zunächst unverändert

Die Vertreter von Union und SPD haben sich nun auf einen neuen Koalitionsvertrag verständigt. In diesem sind keine Pläne enthalten, die die Zeitarbeitsbranche im Speziellen betreffen.

Entgegen der Abmachung in den Sondierungsgesprächen wird das im letzten Jahr reformierte AÜG nun doch erst im Jahre 2020 einer Überprüfung unterzogen.

Jedoch sind Einschränkungen für befristete Arbeitsverhältnisse vorgesehen. So dürfen sachgrundlose Befristungen zukünftig nur noch maximal 18 Monate betragen und maximal einmal verlängert werden.

Weiter heißt es im Koalitionsvertrag: "Eine Befristung eines Arbeitsverhältnisses ist dann nicht zulässig, wenn [..] bereits zuvor ein unbefristetes oder ein oder mehrere befristete Arbeitsverhältnisse mit einer Gesamtdauer von fünf oder mehr Jahren bestanden haben. […] Auf die Höchstdauer von fünf Jahren wird bzw. werden auch eine oder mehrere vorherige Entleihung(en) des nunmehr befristet eingestellten Arbeitnehmers durch ein oder mehrere Verleihunternehmen angerechnet."

Somit können künftig auch Befristungen mit Sachgrund maximal 5 Jahren betragen, wobei vorherige Einsätze als Zeitarbeiter angerechnet werden.