18.08.2017

#branchennews: Wann verfallen Urlaubstage aus dem Vorjahr?

In Deutschland haben Arbeitnehmer Anspruch auf (mindestens) vier Wochen Erholungsurlaub im Jahr. Dieser Anspruch ist gesetzlich geregelt. Doch was geschieht mit Urlaubstagen, die nicht im laufenden Jahr genommen werden? Können diese im Folgejahr „nachgeholt“ werden?

Prinzipiell ist das Bundesurlaubsgesetz (BUrlG) hier sehr eindeutig: Der Jahresurlaub muss nach § 7 Abs. 3 BUrlG grundsätzlich im laufenden Kalenderjahr genommen werden. Sonst verfällt er. Nach dem BUrlG kann eine Übertragung in das Folgejahr nur unter bestimmten Voraussetzungen innerhalb einer Frist von drei Monaten – also bis zum 31. März – erfolgen.

Dringende betriebliche oder in der Person des Mitarbeiters liegende Gründe können es rechtfertigen, den Urlaub in das darauffolgende Kalenderjahr zu übertragen.

Dringende persönliche Gründe sind beispielsweise • Arbeitsunfähigkeit, • Erkrankung eines Angehörigen, der gepflegt werden muss • oder die Erkrankung des Lebensgefährten, mit dem der Urlaub verbracht werden sollte

Dringende betriebliche Gründe können sein: • termin- oder saisongebundene Aufträge, • technische oder verwaltungsmäßige Probleme im Betriebsablauf