27.10.2017

#howto Bewerbungsgespräch Teil 2: Unerlaubte Fragen – Ein Überblick

Den meisten Jobsuchenden ist bekannt, dass Sie im Vorstellungsgespräch nicht auf jede Frage antworten müssen und dass Personaler einige davon sogar gar nicht stellen dürften. Dadurch soll verhindert werden, dass Bewerber aus Gründen, die nichts mit dem Job zu tun haben, benachteiligt werden.

Geregelt wird dies im Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG). Aber welche Fragen sind das genau? Wir geben einen Überblick:

Fragen zur Familie

• Sind Sie Single? • Was macht Ihr Partner von Beruf? • Sind Sie schwanger? • Haben Sie eine Behinderung? • Wie steht es mit Ihrem Kinderwunsch?

Fragen zur eigenen Person

• Sind Sie religiös? • Gehören Sie einer Partei an? • Haben Sie eine bestimmte Krankheit? • Waren Sie mal im Gefängnis? • Wann wurden Sie das letzte Mal gewalttätig? • Wie steht es um Ihr Sexualleben? • Wofür geben Sie Ihr Geld aus? • Sind Sie schon einmal verschuldet gewesen?

Ausnahmen sind dabei Fragen, die direkt auf die Ausübung der Arbeitstätigkeit abzielen. Wenn die Stelle beispielsweise mit schwerer, körperlicher Arbeit verbunden ist, darf der Arbeitgeber nach Ihrem Gesundheitszustand fragen.

Andersherum, sind Sie in manchen Situationen auch informationspflichtig: Wenn Sie eine Vorstrafe wegen Diebstahls oder Veruntreuung haben, sich aber für einen Job mit Geldumgang (Kassierer, Bankkaufmann) bewerben, müssen Sie dieses unaufgefordert mitteilen.

Grundsätzlich sollten Sie auf unerlaubte Fragen nicht harsch reagieren, sondern versuchen, sachlich zu bleiben. Verneinen Sie die Frage ganz einfach oder weisen Sie Ihren Gesprächspartner freundlich darauf hin, dass Sie die Frage nicht beantworten müssen.