20.04.2018

#howto Probearbeiten Teil 2: Was bedeutet das eigentlich?

Das erste Vorstellungsgespräch verlief sehr positiv, Sie haben einen guten Eindruck von Ihrem potenziellen neuen Arbeitgeber und man lädt Sie daraufhin zu einem Probearbeitstag in dem Unternehmen ein, damit Sie sich einen Eindruck von dem Arbeitsalltag bilden können. Sie freuen Sich zunächst sehr über dieses Angebot, überlegen dann aber wie Sie sich optimalerweise auf diesen Tag vorbereiten können und was Sie beachten sollten.

Gerne helfen wir Ihnen bei diesen Überlegungen und geben Ihnen nachfolgend ein paar Tipps für die Vorbereitung.

Was sollten Sie rechtlich beachten?
Sie als Bewerber sollten im Vorfeld mit dem Unternehmen klären, ob es sich bei dem Probetag um eine „Probearbeit“ oder ein „Einfühlungsverhältnis“ handelt. Je nachdem wie dieser Tag im Vorfeld definiert wird, hat dieser unterschiedliche rechtliche Bestimmungen. Wird der Tag als „Probearbeiten“ definiert, haben Sie Anspruch auf eine Vergütung und sind während dieser Zeit unfallversichert. Bei einem „Einfühlungsverhältnis“ besteht dieser Anspruch hingegen nicht. Sofern Sie beim Probearbeiten offiziell arbeitslos gemeldet sind, sollten Sie Ihre Probearbeit im Vorfeld bei der Arbeitsagentur anmelden. Durch diese Anmeldung sind Sie unfallversichert und die Arbeitsagentur kann ggf. die Fahrtkosten übernehmen.

Was sollten Sie darüber hinaus beachten?

Ein wichtiger Faktor ist auch die optimale Vorbereitung auf den Probearbeitstag. Hierfür sollten Sie sich ausreichend Zeit an dem Tag nehmen und ggf. andere Termine verschieben. Wichtig ist auch, dass Sie genug Zeit für die Anfahrt zum Unternehmen einplanen, um nicht zu spät zu kommen. Außerdem sollten Sie sich etwas zum Schreiben mitnehmen und Ihr „Outfit“ dem Kleidungsstil, der in dem Unternehmen gepflegt wird, anpassen. Sie sollten ebenfalls daran denken, Ihr Smartphone vorher auszustellen, damit es nicht zu unangenehmen Situationen kommt, falls Ihr Handy klingelt. Während des Probearbeitens sollten Sie Engagement zeigen. Gerne können Sie Ihren potenziellen Kollegen Fragen stellen. Allerdings sollten Sie dabei nicht zu übergriffig und voreilig werden. Treten Sie den Mitarbeitern stets respektvoll und freundlich gegenüber auf und zeigen Interesse an der neuen Tätigkeit und den damit verbundenen Aufgaben. Wichtig ist jedoch, dass Sie sich dabei treu bleiben und authentisch wirken. Nach dem Probearbeitstag sollten Sie sich in jedem Fall ein wenig Zeit nehmen, um den Tag für sich selbst zu reflektieren. Mögliche Denkanstöße könnten dabei das eigene Bauchgefühl, der Eindruck des Unternehmens und der zukünftigen Kollegen sowie der Arbeitsaufgaben sein.

In der nächsten Woche (Teil 3) informieren wir Sie darüber, was Sie als Arbeitgeber über einen Probetag wissen sollten und welche gesetzlichen Vorschriften Sie beachten müssen.