11.05.2018

Die Qual der Wahl beim Jobangebot!

Sie stecken mitten im Bewerbungsprozess und haben bereits mehrere Bewerbungsgespräche geführt? Nun liegen Ihnen zwei oder sogar mehrere Jobangebote vor und Sie müssen sich entscheiden?

Im folgenden Beitrag möchten wir Ihnen einige Denkansätze darstellen, die Ihnen bei der Entscheidungsfindung behilflich sein können und Sie bei der Kommunikation der Entscheidung an die Unternehmen unterstützen.

Was spricht für/gegen die einzelnen Jobangebote?

Zunächst ist es ratsam genau zu überlegen, was für bzw. gegen das jeweilige Jobangebot spricht. Hier können Sie eine „Pro-Contra-Liste“ zur Hilfe nehmen. Listen Sie die Vor- und Nachteile jedes Jobangebots detailliert auf und wägen diese gegeneinander ab.

Mögliche Denkanstöße für so eine Liste können sein: Attraktivität des Arbeitgebers, spannende/herausfordernde Arbeitsaufgabe, Unternehmenskultur, Teampassung, Weiterbildungsmöglichkeiten, Perspektiven, Entfernung Wohnort/Arbeitsplatz, Arbeitszeitregelungen und die Vertragsrahmenbedingungen bezüglich des Urlaubes, der Kündigungsfrist sowie die finanziellen Anreize.

Gerade bei den Rahmenbedingungen hinsichtlich des Gehaltes und der Kündigungsfrist lohnt es sich im Zweifelsfall, nochmal das Gespräch mit dem potenziellen neuen Arbeitgeber zu suchen und ggf. erneut darüber zu verhandeln.

Ein weiter Faktor, den Sie bei Ihrer Entscheidungsfindung berücksichtigen sollten, ist Ihr Baugefühl. Oft gibt es bereits erste Tendenzen nach einem Vorstellungsgespräch oder ggf. nach einem „Probetag“. Diese sollten Sie ebenfalls in Ihre Entscheidung einbeziehen.

Grundsätzlich gilt: Nehmen Sie sich ausreichend Zeit für Ihre Entscheidungsfindung, halten Sie die Unternehmen jedoch auch nicht zu lange hin. Falls Sie noch mehr Zeit für Ihre Entscheidung benötigen, sollten Sie dies den Unternehmen in jedem Fall mitteilen, denn Bewerbungsprozesse sind auch für Unternehmen mit einem großen zeitlichen und finanziellen Aufwand verbunden.

Kommunikation Ihrer Jobentscheidung

Nachdem Sie Ihre Entscheidung für ein Jobangebot getroffen haben, gilt es diese an die Unternehmen zu kommunizieren – sowohl die Jobzusage an Ihren neuen Arbeitgeber, als auch die Absage an das andere Unternehmen.

Zunächst sollten Sie Ihrem neuen Arbeitgeber Ihre Zusage mitteilen. Hier ist es ratsam eine telefonische Zusage zu erteilen. Diese ist persönlicher und zudem haben Sie die Gelegenheit das weitere Vorgehen direkt mit dem Unternehmen zu klären.

Danach sollten Sie jedoch auch zeitnah Ihre Absage an das andere Unternehmen kommunizieren. Begründen Sie hier Ihre Entscheidung gegen das Jobangebot, denn so geben Sie dem Unternehmen wichtiges Feedback und Anhaltspunkte für Verbesserungen. Die Begründung: „Ich habe mich für ein anderes Jobangebot entschieden.“ ist ein beliebtes Mittel. Auch wenn diese Begründung in diesem Fall zutreffend ist, teilen Sie dem Unternehmen gerne Ihre Beweggründe dafür mit. Dies wirkt positiver und persönlicher.

Zusätzlich sollten Sie sich bei dem Unternehmen für das entgegengebrachte Vertrauen bedanken, welches zusätzlich Wertschätzung gegenüber dem Unternehmen darstellt und dem Unternehmen darüber hinaus viel Erfolg bei der Stellenbesetzung wünschen.

Wenn Sie Ihre Absage telefonisch mitteilen wirkt dieses selbstbewusst und proaktiv. Außerdem können Sie Ihre Gründe für die Entscheidung gut darlegen und vermeiden Missverständnisse. So bleiben Sie dem Unternehmen in positiver Erinnerung. Nichtsdestotrotz sollten Sie anschließend nochmals schriftlich Absagen. Das unterstreicht weiterhin Ihre Professionalität und ermöglicht dem Personalverantwortlichen die direkte Einpflegung der Absage in das System.

Fazit: Sowohl die Jobzusage an Ihren neuen Arbeitgeber, als auch die Absagen an andere Unternehmen gehören zur Beendigung Ihres Bewerbungsprozesses. Kommunizieren Sie Ihre Entscheidung immer zeitnah und begründen Sie Ihre Beweggründe gegenüber den Unternehmen. So bleiben Sie den Unternehmen positiv in Erinnerung. Man weiß ja nie, ob sich die beruflichen Wege in der Zukunft erneut kreuzen werden.