16.02.2018

Zuverdienst – Das müssen Sie wissen

Zuverdienst – das klingt nach leicht verdientem Extrageld. Aber nicht immer ist der Nebenjob kompatibel mit dem Haupterwerb. Gerne erläutern wir Ihnen, was Sie wissen sollten.

Wenn ein Angestellter neben seinem Haupteinkommen ein weiteres Einkommen erwirtschaftet, handelt es sich grundsätzlich um einen Zuverdienst. Dieses kann durch einen Mini-Job der Fall sein, durch eine kurzfristige Beschäftigung oder durch einen Teilzeitjob.

Folgendes sollten Sie beachten, wenn Sie einer solchen Tätigkeit neben Ihrem Hauptberuf nachgehen:

  1. Die Nebentätigkeit darf sich nicht negativ auf die Haupttätigkeit auswirken, z.B. wenn es hierbei ein erhöhtes Verletzungsrisiko gibt oder wenn Sie Ihre Nebentätigkeit bei der Konkurrenz verrichten.

  2. Je nach Arbeitsvertrag kann eine Klausel enthalten sein, dass der Arbeitgeber mit einer zusätzlichen Arbeitsaufnahme einverstanden sein muss.

  3. Arbeitnehmer mit einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung dürfen normalerweise bis zu 450 Euro im Monat dazuverdienen. Die Summe ist steuerfrei und kann in einzelnen Monaten aufgrund unvorhergesehener Ereignisse geringfügig überschritten werden. Bis zum Ende des Jahres dürfen aber nicht mehr als 5400 Euro zusammenkommen.

  4. Der Minijob ist rentenversicherungspflichtig. Der Minijobber zahlt 3,9 Prozent seiner Einkünfte aus dem Job an die Rentenversicherung, der Arbeitgeber weitere 15 Prozent.

  5. Ein Mini-Job muss nicht in der Steuerklärung aufgeführt werden. Man sollte aber darauf achten, dass der Arbeitgeber pauschal zwei Prozent der Lohnsteuer abführt. Dem Mini-Jobber drohen sonst Probleme mit dem Finanzamt.

  6. Nebentätigkeiten im Urlaub sind nach Angaben des Deutschen Industrie- und Handelskammertages verboten, wenn sie der Erholung des Arbeitnehmers im Wege stehen. So dürften Büroarbeiter laut Arbeitsgesetz keinen weiteren Bürojob annehmen. Jobben im Biergarten sei in diesem Fall aber erlaubt - die körperliche Anstrengung könne erholend wirken.

  7. Der Haupt- und Nebenjob dürfen in Kombination die gesetzliche wöchentliche Höchstarbeitszeit nicht überschreiten und auch die gesetzlich festgelegten Ruhezeiten müssen eingehalten werden.